4 Tipps fürs perfekte Deckblatt und Bewerbungsfoto

Im Video, bzw. im Artikel lernst Du die wichtigsten Merkmale von Bewerbungsfotos kennen und was diese Deiner Bewerbung für einen Ausdruck verleihen.

 


Was ist das Erste, was ein Personaler von Dir sehen sollte? Das Deckblatt. Natürlich kannst Du auch nur einen Lebenslauf mit Anschreiben und Anlagen verschicken, aber ein Deckblatt gibt Dir die Möglichkeit, einen perfekten ersten Eindruck zu machen. Und für den bekommst Du keine zweite Chance. Ein alter Satz, hat aber immer noch Bestand. Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Du kannst mit dem Deckblatt einfach zeigen, dass Deine Bewerbungsmappe einem Konzept folgt und was genau ich damit meine, zeig Dir später noch.

Was kommt denn aufs Deckblatt drauf? Ganz wichtig: Ein erstklassiges und professionelles Bewerbungsfoto von Dir. Kein Passbild und kein Bild, was älter als 2 Jahre ist. Bei Bewerbungsfotos gibt es Trends und ältere Fotos wirken oft nicht mehr up to date.

Bewerber fragen manchmal: „Kann ich das Foto nicht auch weglassen?“ Ja, Du kannst es weglassen, aber damit verschenkst Du eine große Chance auf einen perfekten ersten Eindruck. In Deutschland gibt es diese Regeln nicht, die in anderen Ländern Fotos verbieten. In den USA oder England wird Deine Bewerbung manchmal direkt gelöscht, wenn Du ein Foto mitschickst. In Deutschland ist das anders. Also schick‘s mit.

Worauf solltest Du achten beim Bewerbungsfoto?

Das Foto muss zur Stelle und zum Unternehmen passen. Das ist das wichtigste. Sieht ein Foto zum Beispiel anders aus, wenn Du Dich für eine Führungsposition in einem DAX-Konzern bewirbst als wenn Du Dich für den Kundenservice in einem Start-Up bewirbst? Da kannst Du aber Gift drauf nehmen. Dein Foto kann alles Mögliche ausdrücken. Deshalb hab ich Dir mal die 4 wichtigsten Punkte zusammengefasst, auf die Du achten musst:

Tipp 1 für ein professionelles Bewerbungsfoto

90% der Bewerber sagen: Ich gefalle mir nicht auf Fotos, ich seh da immer so unsicher aus. Dafür gibt es einen einfachen Trick, mit dem Du sofort selbstsicher auf dem Foto aussiehst. Und zwar dreht sich alles um Deine Augen. Schau so in die Kamera, so als ob Du gerade in die Sonne blickst, so wie ein Cowboy im Western. Nicht zu stark. ein leichtes Blinzeln reicht. Übe das vor dem Spiegel und teste es mit Selfies. Reiß die Augen auf, wie ein Reh im Scheinwerferlicht und genau das, was mit dem Reh passiert, wird auch mit Deiner Bewerbung passieren.

Tipp 2 für ein professionelles Bewerbungsfoto

Dieser Tipp dreht sich um Deine Kinnlinie. Markante Kiefer- und Wangenlinien sind ein Ausdruck hohen Testosterons und werden üblicherweise mit Durchsetzungsstärke und Führungskompetenz assoziiert. Um eine klare Kinnlinie auf dem Foto zu erreichen, muss die Haut quasi über dem Kieferknochen gespannt sein.

Denke an das Gegenteil: Wenn Du Deinen Kopf nach hinten „schiebst“, entsteht ein Doppelkinn oder ein Dreifachkinn. Wenn Du ihn nach vorne „schiebst“, entsteht die Kinnlinie. Das fühlt sich an, wie ein Flamingo, der den Hals reckt, aber ist auf einem zweidimensionalen Foto von vorne nicht zu sehen. Ein leichtes Neigen des Kopfes nach vorne und leichtes Senken der vorderen Schulter verstärkt diese Wirkung. Speziell, wenn Du Dich auf Fotos immer zu dick findest, ist dieser Tipp absolute Pflicht für Dich.

Tipp 3 fürs professionelle Bewerbungsfoto

Jetzt dreht sich um den Mund und die Haare. Sollst Du Zähne zeigen oder den Mund geschlossen halten? Ein offener Mund passt für kommunikativere Positionen im Service und entspannte Branchen. Den Mund geschlossen zu halten und die Haare streng nach hinten zu binden passt eher zur Ellbogenkultur in größeren Unternehmen und für konservativere Branchen und Positionen, wie in einer Bank oder Unternehmensberatung.

Tipp Nr. 4 fürs Foto:

Kleide Dich für den Job, den Du willst, nicht für den, den Du hast. Generell gilt: Je dunkler und hochgeschlossener das Outfit, desto maskuliner die Wirkung. Maskuline Merkmale signalisieren Führungsstärke – auch bei Frauen. Ist das Dein Ziel, kommt vielleicht auch ein Rollkragenpullover in Frage. Ansonsten greife zur hellen Bluse und schwarzem Blazer. Je heller und legerer, desto eher strahlst Du Zuhörereigenschaften aus. Auch wenn das eigentlich nicht erwähnt werden muss: „Du bist kein Weihnachtsbaum!“ Puder gegen Glanz ist OK. Deutlich sichtbares Rouge, roter Lippenstift, lange Fingernägel, ablenkende Ketten und mit dem Edding bemalte Augen... Ist alles tabu. Dünne Halskettchen und kleine Ohrstecker sind vertretbare Ausnahmen.

Herren: Mit dunklem Anzug und hellem Hemd machst Du nur in den seltensten Fällen was verkehrt. In konservativen Branchen ergänzt Du das Outfit einfach um eine Krawatte. Selbst wenn die Branche eigentlich nicht so streng ist, gelten doch fürs Bewerbungsfoto oft strengere Regeln. Die Regeln sollen es Dir auch leicht machen, stilmäßig nicht ins Klo zu greifen. Vielleicht weißt Du ja, was der Unterschied ist zwischen einem alleinstehenden Mann und einem Clown. Der Clown weiß, dass er lustig aussieht. Bart und Koteletten gehen also nur, wenn sie perfekt gepflegt sind. Wildwuchs oder stoppelige Ziegenbärte werden von den meisten Personalern eher als Negativsignal interpretiert. Wenn Du unsicher bist, ziehe lieber eine professionelle Visagistin oder eine Freundin hinzu, die wirklich was von Stil versteht.

Entscheidend ist am Ende, dass das Foto die Position und Firmenkultur widerspiegelt. Wie gut du in die Kultur des Unternehmens passt, ist für viele Personaler mindestens genauso wichtig wie deine Kompetenzen. Was kommt noch aufs Deckblatt? Oben dick und fett Bewerbung als XYZ. Unter dem Foto Name, Anschrift, Email und Telefon. Und unten kommt noch Dein Kurzprofil dazu. Deine relevantesten Eigenschaften in Stichpunkten.

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