Wie Du die Bewerbung an die Stellenanzeige anpasst.

Im Artikel lernst Du:

  1. warum Du als Bewerber ein Risiko darstellst und durch wie Du perfekt dem Stellenprofil entsprichst
  2. wie Du das auch bei Initiativbewerbungen hinbekommst

 

Du bist als Bewerber/in ein Risiko! So passt Du perfekt zur Stellenanzeige!

„Ich bin ein Risiko? Aber ich habe doch soviel Wissen und Fertigkeiten. Wie kann ich ein Risiko sein?“ Nun, schauen wir uns mal an, warum das so ist.

Jedes Unternehmen will Geld verdienen (mit einigen Ausnahmen). Um dieses Geld zu bekommen, verkauft das Unternehmen Produkte oder Dienstleistungen. Wenn diese Produkte oder Leistungen attraktiv sind, tauschen Kunden dafür ihr hartverdientes Geld.

Einfach gesagt: Unternehmen haben große Dollarzeichen in den Augen.

Um diese großen Dollarzeichen zu verdienen, sind Mitarbeiter nötig. Es gibt ja nicht nur den Chef, sondern auch Personaler, Einkäufer, Ingenieure, Assistenten, Marketer, Vertriebler und vieles mehr. Irgendwo ist auch eine Position für Dich.

Das Problem ist: Du kostest Geld. Wenn Du nicht gerade ein Ehrenamt ausübst, bist Du dadurch ein Risiko. Was ist der größte Kostenfaktor im Unternehmen? Die Personalkosten. Oftmals macht das Personal ca. 50% der Gesamtkosten des Unternehmens aus. Es ist also ein großes Risiko.

Die Personalerin weiß nicht, ob sie mit Dir einen guten Fang macht. Wir müssen Dich also „entrisikofizieren“. Wir müssen klar machen: Ich bin keine Gefahr. Ich bin eine Chance für Euch. Das wichtigste Kriterium, um das in Deiner Bewerbung zu erreichen, ist die Relevanz. Deine gesamte Mappe muss sehr spezifisch angepasst sein auf die Stellenanzeige angepasst.

Jede Stellenanzeige hat ein Anforderungsprofil und Aufgaben

Wir müssen jetzt alles, was wir von Dir erzählen, so zuschneiden, dass es zu diesem Anforderungsprofil passt. Das nennen wir dann unser persönliches Profil. Beides muss zueinander passen, wie Topf zu Deckel. Schaffen wir das, dann wird der Personalerin klar: Wenn ich diese Person einlade, läuft der Prozess rund und am Ende kommt das große Dollarzeichen raus.

Je größer die Schnittmenge zwischen Anforderungsprofil und Deinem relevanten persönlichen Profil, umso besser. Wichtig ist: Ein Großteil Deines persönlichen Profils ist wahrscheinlich komplett irrelevant für die Position. Zum Beispiel, dass in der 4. Klasse Dein Meerschwein gestorben ist. Du siehst also: Du kannst eine passende Bewerbung nur formulieren, wenn Du weißt, wozu sie passen soll. Also such Dir eine Stellenanzeige raus, die wirklich für dich interessant ist.

Beim Schreiben Deiner Bewerbung konzentriere Dich nicht nur auf die Anforderungen im Profil, sondern auch auf die Aufgaben. Schreib also nicht nur: „Ich habe ein Studium“, sondern „In meinem Studium habe ich schon ähnliche Aufgaben gelöst, wie Sie das von mir hier in Zukunft erwarten.“ Und dann gehe ins Detail.


Wie geht das bei Initiativbewerbungen?

Zunächst einmal solltest Du Dich nicht primär auf Initiativbewerbungen konzentrieren. Die sind zwar wichtig, aber doch deutlich aufwändiger als sich das die meisten vorstellen. Konzentriere Dich erstmal auf ausgeschriebene Stellen.

Zwei Möglichkeiten gibt es, auf die Du bei einer Initiativbewerbung triffst. Das ist ganz einfach.
  1. Entweder denen ist der Bedarf an neuem Personal klar oder eben nicht. Wenn denen der Bedarf klar ist, dann suchen sie nur noch jemanden, der eine Lücke füllen kann. Dann hast Du gewisse Chancen.
  2. Wenn denen der Bedarf nicht klar ist, dann landest Du in der Bewerbungs-Warteschleife. Das heißt, die behalten Deine Bewerbung im sog. Bewerberpool und schauen, ob in der nächsten Zeit eine Stelle frei wird, zu der Du passt. Aber das ist völlig unsicher und kann eine ganze Weile dauern. Deshalb verlass Dich da auf keinen Fall drauf.

Ein Hinweis noch: Wir wissen manchmal nicht, wie das Anforderungsprofil bei einer Initiativbewerbung aussieht. Es gibt schließlich keine Stellenanzeige. Dafür gibt es eine einfache Lösung: Such Dir Stellenanzeigen Deiner angestrebten Position aber bei einem anderen Unternehmen raus. Vielleicht in einer anderen Stadt. Vielleicht bei einem direkten Wettbewerber, der ein sehr ähnliches Anforderungsprofil besitzt. Damit liegst Du wahrscheinlich auch bei Deinem Wunscharbeitgeber ganz gut.

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